MMA / Freefight

Schon immer testeten Kampfsportler ihr Können gegen andere Stile um zu sehen wie sie gegen einen völlig stilfremden Gegner zurecht kommen würden. Jedoch noch nie wurde dies in der westlichen Welt so deutlich dargestellt wie in der ersten UFC Veranstaltung 1993 in Denver USA. Hier kämpften die einzelnen Vertreter der Kampfsportarten in einem Turniermodus nahezu ohne Regeln gegeneinander. Was als blutiges Zuschauerspektakel begann ist heute der am schnellsten wachsende Sport in den USA.

Mehr als zehn Jahre später mit sportlichen Regeln und mit Unterteilungen in Gewichtsklassen gilt das Mixed Martial Arts als die Königsdisziplin der modernen Kampsportwelt. Bei diesem Sport muss man sich in gleich mehreren Kampsportarten zurechtfinden um erfolgreich sein zu können. Die Schläge und Tritte aus dem Kickboxen, Takedowns aus dem Ringen und der Bodenkampf des Judo ist zum Beispiel eine gängige Zusammenfassung der Disziplinen die Profis dieser Kampfsportart beherrschen müssen. Der Kampf beginnt im Stand und kann durch Würfe auf den Boden gebracht werden, dort darf weiterhin geschlagen werden oder den Gegner mit Hilfe sogenannter Submissions, also Würger oder Hebel, zur Aufgabe gebracht werden.

Für viele ist dieser Kampfsport am nähesten an einer Selbstverteidigungssituation dran als jeder anderer waffenloser Kampfsport. Durch die Abdeckung sämtlicher Distanzen und ohne die Vielzahl von Regeln und unerlaubten Handlungen ist man sozusagen für alles „gerüstet“.